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Dienstag, 24. Oktober 2017
DEM-Berichte » Von Normenjägern, Titeln, Meistern und einem König:
DEM-Berichte

01.07.2017 - 01:23 von Daniel Wanzek


Vincent Keymer übererfüllt vorfristig letzte IM-Norm, Jana Schneider übererfüllt WIM-Norm, 2 weitere Spieler auf Normenkurs /
Liviu-Dieter Nisipeanu mit einem Bein Deutscher Meister /
Rainer Buhmann vorzeitig Remiskönig


In mancher Runde war die Geburt der Headline eine schwierige, die Vorschlussrunde hingegen lieferte eine regelrechte Flut davon. Doch der Reihe nach.
Applaus brandete auf, als Vincent Keymer zusammen mit seinem Trainer Artur Jussupow den Analyseraum betrat: mit dem Sieg über Sergey Kalinitschew (über)erfüllte er vorfristig seine letzte benötigte IM-Norm und somit alle Voraussetzungen für den Titel eines Internationalen Meisters. Herzlichen Glückwunsch, Vincent! Die Experten sind sich einig, dass dieser Titel bei Vincent nur eine Etappe auf dem Weg zum Großmeister sein wird. Den Grundstein dazu kann Vincent bereits in der finalen Runde legen: mit einem Sieg gegen Jakob Meister und einer daraus resultierenden GM-Norm!
Apropos Normen: 2 von möglichen 6 Normen sind bereits unter Dach und Fach – 4 Spieler sind dabei involviert. Alles klar? Im Einzelnen:
• Vincent Keymer hat die IM-Norm um einen ganzen Punkt übererfüllt, für eine GM-Norm benötigt er einen Sieg in der letzten Partie,
• Jana Schneider hat die WIM-Norm ebenfalls um einen Punkt übererfüllt (Herzlichen Glückwunsch, Jana!), im Falle eines Sieges winkt gar die WGM-Norm,
• Luis Engel benötigt „nur noch“ ein Remis für seine erste IM-Norm,
• es ist zwar denkbarst knapp, aber möglich: Ferenc Langheinrich wird bei einem Sieg eine weitere und letzte IM-Norm an sein Revers heften können.
Jana Schneider eilt derzeit von Erfolg zu Erfolg. Die Liste ihrer in der jüngsten Zeit erfolgreich absolvierten Meisterschaften und Titel ist lang. Die DEM 2017 reiht sich dabei wunderbar in ihre Serie ein. Zwei der erwähnten Normenjäger wurden in der Vorschlussrunde gegeneinander gepaart: Luis Engel und Ferenc Langheinrich. Ein Stau am Hermsdorfer Kreuz in Kombination mit einer Fehlentscheidung bei der Routenwahl hätte Ferenc beinah die Partie gekostet. Während der Partie traf er als Schwarzer hingegen die ein oder andere richtige Entscheidung mit dem Resultat eines Unentschiedens.
Kommen wir zu Meistern und dem Titel: Liviu-Dieter Nisipeanu gelang mit seinem Sieg gegen Jakob Meister ein großer Schritt in Richtung Titel „Deutscher Meister 2017“, da die Partie seines ärgsten Konkurrenten Alexander Donchenko gegen Georg Meier remis endete. Während die Meisterschaft im Fernduell zwischen Liviu-Dieter Nisipeanu und Alexander Donchenko entschieden wird, können Vincent Keymer, Rasmus Svane und Georg Meier noch einen Platz auf dem Treppchen ergattern, wobei es Vincent unter den Letztgenannten als einziger selbst in der Hand hat.
Keine weitere Norm benötigt Rainer Buhmann – der Titel des Remiskönigs ist bereits unterschriftsreif. Nach Aussage von Rainer hat er hart dafür gearbeitet, um sich diese Krone aufsetzen zu können. Hätte jemand Thomas Höfelsauer vor der Meisterschaft prophezeit, dass er in der letzten Runde gegen Rainer Buhmann spielen wird und dabei dieselbe Punktzahl wie er aufweist, hätte er wohl an ein herausragendes Ergebnis geglaubt. Wahr davon ist, dass er gegen Rainer spielt.
Der Vorhang der Vorschlussrunde fiel zeitgleich in den Partien von Jens Hirneise gegen Rick Frischmann sowie Reiner Heimrath gegen Christian Bussard. Die potentiellen Normenjäger Jens und Rick benötigten beide einen vollen Punkt, sodass buchstäblich bis zum letzten Stein gespielt wurde: remis und beide werden nicht im Normenregen stehen. Die eine Partie endete mit toter Stellung, die andere mit einem drohenden Matt. Reiner Heimrath vervollständigte Christian Bussards Negativserie – besonders bitter, da Christian zur Halbzeit der DEM noch mit Rainer Buhmann konkurrierte.
Prominenter Besuch mit eventuell wegweisender Wirkung: In der Vorschlussrunde wurden die bisher meisten Zuschauer gezählt – darunter Mitglieder des neugewählten Präsidiums des Deutschen Schachbundes. Während der letzten Runde der DEM tagt die Kommission Leistungssport. Bereits über die Bühne gegangen ist eine offene Diskussionsrunde zur Zukunft der Deutschen Meisterschaft, bei welcher unter Federführung des neuen Präsidenten Ullrich Krause und unter Beteiligung der Spieler verschiedene Varianten erörtert worden sind. Die Diskussionsrunde blickte in die Zukunft – knallharte Gegenwart hingegen ist die neunte und letzte Runde der DEM 2017, bei der es um Normen, Titel und Podiumsplätze gehen wird.
Seien Sie auch morgen wieder dabei, wenn es bereits um 10:00 Uhr heißt: Vorhang auf zum Schlussgang der Deutschen Meisterschaft!
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DEM-Infos » Partien zu Runde 8 online...
DEM-Infos

30.06.2017 - 21:14 von Klaus Steffan


Alle Partien zur Runde 8 sind in diesem Link online nachspielbar. Darüber hinaus wird in diesem Download eine täglich um 20 Partien wachsende Datenbank zur DEM generiert.

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DEM-Infos » Keymer erfüllt IM-Norm vorfristig
DEM-Infos

30.06.2017 - 16:51 von Klaus Steffan


Der zwölfjährige Vincent Keymer erfüllte mit seinem Sieg in Runde 8 gegen Sergey Kalinitschew vorfristig seine dritte IM-Norm. Damit hat er alle Voraussetzungen für die Titelverleihung erfüllt.

75_KEYMER_2.JPG
Analyse nach Spielende..
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DEM-Randnotizen » Qualitätswein bei der Deutschen Schachmeisterschaft
DEM-Randnotizen

30.06.2017 - 12:28 von Klaus Steffan


Die 88. Deutsche Schachmeisterschaft verfügt über eine eigene Weinedition. Der Veranstalter TSG Apolda orderte beim Thüringer Weingut Zahn (Großheringen) 150 Flaschen des edlen Rebensaftes. www.erlebnisweingut.de
Das Weinanbaugebiet „Saale-Unstrut“ streift Apolda in seinen Ausläufern.
Die ersten urkundlichen Erwähnungen des Weinanbaus datieren um 1100. Das Kloster Pforta mit seiner angeschlossenen Eliteschule war hierbei eine treibende Kraft. www.landesschule-pforta.de
In der Schülerliste findet man bekannte Namen, wie Friedrich Gottlieb Klopstock, Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Nietzsche. In vino veritas- wusste bereits Tacitus von Germanischen Ratssitzungen zu vermelden.
Angeboten wird eine Sorte Weißwein (Müller-Thurgau DQW 2016 trocken) und eine vom guten Roten (Passion Z, Dornfelder & Regent 2016 feinherb).
Ein regionales Produkt, mit Schachetikett, gut geeignet als Präsent, zur Erinnerung und natürlich für angenehme Stunden am Schachbrett.

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